Die Geschichte einer 42 Kilometer Wanderung: Jetzt mit Groupies

Verfasst am 24. April 2018, von in Allgemein.

Hier Teil 1 der Geschichte lesen

Durch ihre heroischen Taten während ihres ersten Abenteuers waren unsere drei Recken auf einmal landein und landaus bekannt. Die Menschen bekamen nicht genug von ihren Geschichten, in jeder Schenke wurde auf ihren Mut getrunken und die Barden in den Städten trällerten Lobeshymnen über unsere Helden.

Daher war es nach längerer Pause wieder soweit für ein neues Abenteuer, sie mussten dieses Jahr immerhin noch sieben weitere Marathon-Wanderungen bestreiten. Doch bevor die Reise starten konnte, waren unseren Recken bereits dezimiert. Laut den Überlieferungen des Herrn Zobias mussten er und ein weiterer Recke am Abend zuvor gegen einen einhundert Fuß großen Feuerdrachen kampfen. Es war ein schwerer und ausdauernder Kampf – Körper- und Drachenextremitäten wurden kilometerweit durch die Gegen geschleudert -, den die zwei Recken jedoch für sich entscheiden konnten, aber leider wurde einer dabei so schwer verletzt, dass er aussetzen musste (unter der Hand munkelte man, dass er am Abend zuvor zufälligerweise von einem Spatz angeschissen wurde und dieses traumatische Erlebnis mit Feuerwasser vergessen machen wollte – mit Erfolg).

So zogen also nur noch zwei Recken los, wieder von Fulda-Horas. Da sie bereits während des letzten Abenteuers alle Gefahren auf der Strecke gebannt hatten, hatten sie keine Befürchtungen und freuten sich auf eine entspannte Wanderung. Allerdings viel ihnen schnell auf, dass sie von Schatten verfolgt wurden, bereits seit dem Start. Egal was sie machten, die Schatten folgten ihnen auf Schritt und Tritt. Also nahmen sie all‘ ihren Mut zusammen und stellten diese ominösen Schatten. Dabei fanden sie heraus, dass es dabei um Groupies handelt. Diese haben von den Heldengeschichten unsere Recken gehört und wollten unbedingt mitmachen.

Nach anfänglicher Skepsis haben unseren Helden die zwei Groupies allerdings schnell ins Herz geschlossen und so bestritten sie zusammen die 42 Kilometer. Voller Tatendrang setzten sich die Frauen auch sofort an die Spitze der kleinen Gruppe und gaben das Tempo vor, was dem Schreiber dieser Zeilen nicht so gut gefiel, da sich sein Körper noch teilweise im Halbschlaf befand.

Die ersten 21 Kilometer vergingen wie im Flug (um genau zu sein in 3 Stunden und 50 Minuten) und so kehrten sie in die bereits bekannte Schenke ein und tranken erstmal das eine oder andere frisch gezapfte Kaltgetränk und schlugen sich den Bauch mit lokalen Köstlichkeiten voll.

Frisch gestärk ging es dann wieder auf den Rückweg. Der verhexte Berg der letzten Wanderung war dieses mal kein Problem. Und so waren nach knapp 8 Stunden und 30 Minuten die 42 Kilometer geschafft und unsere vier Helden wieder am Startpunkt. Erschöpft, aber immer noch frisch. Fortsetzung folgt…

 

PS: Voller Freude hat Herr Zobias beim Start der Wanderung auf seine neuen tollen und unbenutzen Schuhe hingewiesen, die er irgendwo tief im Kleiderschrank gefunden hat. Noch original verpackte Nike Air Jordan (für die jüngeren unter uns: Michael Jordan war ein bekannter Basketballer in den 80er und 90er Jahren). Entweder hatte Nike vor 20 Jahren ein katastrophales Qualitätsmanagement oder niemand hatte daran gedacht, dass jemand damit einen Marathon wandern will. Auf jeden Fall haben sie sich nach rund 20 Kilometern angefangen aufzulösen und mussten notdürftig repariert werden. Umtausch ist mittlerweile leider ausgeschlossen, da der Laden, in dem sie gekauften wurden, nicht mehr existiert.

MacGyver wäre vor Neid erblasst bei dieser Konstruktion.

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